GĂŒnther Ascher

 

Meine erste grĂ¶ĂŸere Abenteuerreise machte ich 1972 nach Israel. Ich erinnere mich noch gut, der Abflug war von MĂŒnchen. Hier fanden gerade die Olympischen Sommerspiele statt und alle preiswerten Herbergen waren belegt. Da ich ein Tag vor Abflug in MĂŒnchen ankam, hatte ich ein Übernachtungsproblem und verbrachte die Nacht auf einer Parkbank im Englischen Garten. Als die berittene Polizei mich weckte und ich denen meine Not und mein nĂ€chstes Ziel erklĂ€rte, ließen sie mich weiter dösen. Da ich Ende August nach Israel geflogen bin, bekam ich von dem Attentat am 5. September 1972 zum GlĂŒck nichts mit.

 

Doch warum nach Israel? Dazu möchte ich etwas weiter ausholen und bis zum Alten Testament zurĂŒckgehen. Abraham fĂŒhrte sein Volk von Kanaan nach Ägypten, sein Sohn Isaak und sein Enkel Jakob gelten als die StammvĂ€ter Israels. Jakob hatte zwölf Söhne aus denen die StĂ€mme Israels hervorgingen. Einer dieser Söhne hieß Ascher.

 

Ich kann nun schmunzelnd dokumentieren, dass der Großvater meines StammesgrĂŒnders Jakob der erste große Wanderer war. Das muss wohl irgendwie auf mich abgefĂ€rbt sein.

 

Inzwischen habe ich viele LÀnder bereist und bin nach meinem Abschied vom Berufsleben aktiver denn je. Zu meinen LieblingslÀndern gehören Kambodscha, Laos, Myanmar und Thailand. Vor Allem aber gilt meine Zuneigung Tibet und Nepal, welche ich leider erst ab 2001 bereist habe.

 

Heute bin ich GĂ€stefĂŒhrer in Wertheim, WanderfĂŒhrer, WeingĂ€stefĂŒhrer im Lieblichen Taubertal, außerdem habe ich einen Kurs als Assistant-Sommelier belegt.

 

Es muss also nicht immer nur die Ferne sein, denn das Gute liegt so nah, teilweise direkt vor der HaustĂŒre – man muss es nur sehen!